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Tödliches Quartett – Feuertaufe

Themen: Battletech, Kurzgeschichten, Spielberichte | Autor: xamos 29. Mai 2011

Ab jetzt sprechen die Waffen, und so oder so fällt eine Entscheidung…Teil 3 unserer Geschichte.


Unvermittelt brache hinter dem getroffenen VINDICATOR eine weitere Maschine aus den Bäumen hervor und nahm mit über 60km/h Kurs auf den Engpass.
Tibbs Feinderkennungssystem weigerte sich weiterhin beharrlich den mit sich nähernden Mech zu identifizieren. Es schien sich um eine sehr breitschultrige, vogelbeinige schwere Einheit zuhandeln, bei der an Hüften und Unterarmen Waffenläufe erkennbar waren.
Was auch immer es war, es rannte mit Höchstgeschwindigkeit auf Ihre Position zu…kam näher, zu nah! Der Sergeant der Crucis Lancers riß seinen Mech herum und zog sich in Richtung Sekundärposition zurück, noch nicht bereit sich auf einen Nahkampf mit dem Unbekannten einzulassen.


„Bravo Two, behalten Sie Ihre Position bei, bis ich meine Ausweichstellung bezogen habe. Wir nehmen den Liao ins Kreuzfeuer. Egal, was für ein Mechtyp das zum Teufel ist, unser beider Aufmerksamkeit wird er nicht standhalten können!“

„Kein Problem Bravo Leader. Ich decke Ihren Positionswechsel.“ Woods Stimme war durchdrungen von Selbstsicherheit. Der VINDICATOR würde es sich nach seiner deutlichen Demonstration der Treffsicherheit sicher 2* überlegen, näher zu kommen. Damit blieb nur der schwere Brocken, und gemeinsam mit dem Sarge würden Sie diesen knacken.


***


Ling rammte den Schubregler bis zum Anschlag nach vorn, und brachte seinen Kampfkoloss damit in wenigen Sekunden auf Maximalgeschwindigkeit.
Während er auf die nicht länger versteckten Feinde zuhielt, malte er sich aus, was wohl dem feindlichen Patrouillenführer durch den Kopf gehen mochte.
Würde dieser wie gewünscht reagieren, und zwischen sich und einen rasch näherkommenden, noch dazu unbekannten, Mech einige Meter Distanz legen wollen?
Die Davion- Standardtaktik war, konzentriertes Langstreckenfeuer auf einzelne Gegner zusammenzufassen und diese zu zermürben. Im Angesicht eines stürmenden Feindes würden erlernte Doktrinen sicher die Oberhand gewinnen, und die Davi’s zum Verlassen Ihrer gut zu verteidigenden Stellung veranlassen.


Lächelnd beobachtete Ling den abdrehenden CRUSADER. Perfekt.
Ein kurzes Drehen am linken Joystick brachte seinen CATAPHRACT auf Abfangkurs. In kurzer Zeit würde er den Feind nicht nur erreicht haben, sondern sich auch in einer taktisch überlegenen Position befinden.
Die Konstrukteure des CRUSADER hatten diesem Mech zwar ein gewaltiges Waffenarsenal mitgegeben, aber alle Lafettensysteme konnten nur im direkten Frontschußfeld zum Einsatz kommen. Außerhalb desselben würde Ling dem feindlichen Commander einen Vorgeschmack seiner Feuerkraft zu kosten geben.
Das unverkennbare laute Fauchen von Sprungdüsen gab Ihm die Sicherheit, daß auch sein Begleiter wie geplant in Aktion trat.


Anerkennend nickend verfolgte Wissmann, wie der Plan seines Lanzenführers aufging.
Zeit, um selbst aufzubrechen. 4 Anderson Propulsion Jump Jets zündeten gleichzeitig und schleuderten seine Maschine in den Himmel. Ein einzelner Sprung würde Ihn auf Flammenzungen reitend zum Gegner tragen.


Tief abfedernd kam sein Kampfkoloss auf halber Höhe des Stufenfelsens auf. Keine 20 Meter trennten Ihn vom tiefer stehenden CENTURION. Laserlicht wie Blitze schleudernd ging Wissmann direkt auf die Felsenkante zu. Fassungslos starrte der feindliche Mechkrieger durch sein Kanzelglas zu Ihm hoch. Dann hob der VINDICATOR seinen rechten Fuss und holte Schwung…


***


Der ganz in Laio-Dunkelgrün und Schwarz bemalte Feindmech war schnell, überrraschend schnell. Dessen Pilot schien die Furchen und Unebenheiten des Bodens kaum zur Kenntnis zu nehmen und steuerte seinen Mech elegant tänzelnd immer näher an Ihn heran. Ohne die komprimierte 360° Rundumsicht auf seinem Monitor hätte er seinen Feind bereits aus dem Blick verloren.


„Verdammt!“ Tibbs knirschte mit den Zähnen. Er würde den schützenden Wald nicht mehr schnell genug erreichen können, um die empfindlich dünn gepanzerte Rückseite seines Mechs zu schützen. Dummerweise blieb auch keine Zeit mehr um die Raketen sprechen zu lassen. Zu geschickt hatte sich der Gegner in seinen toten Winkel begeben.
Klappernd schlugen seine Zähne zusammen, als eine volle Breitseite seine Maschine an der rechten Flanke traf und Ihn auf seiner Pilotenliege nach vorn schleuderten. Hochgeschwindigkeitsgranaten, Laserstrahlen und beschleunigte Teilchen fraßen sich gleichermaßen in die Panzerung über Torso und Arm.
Statusanzeigen wechselten von grün auf gelb und orange.


„Bastard!“ Ohne den Torsotwist im letzten Augenblick wäre seine Rückenpanzerung pulverisiert worden. Doch ganz so wehrlos, wie sein Gegner glauben mochte, war er nicht.
Mit nach rechts geschwenktem Torso drehte er den rechten Arm seines Mechs so weit zur Seite wie er konnte. Das Fadenkreuz flackerte und wechselte auf grün:  Ziel erfaßt!
Obwohl es unwahrscheinlich war, den Gegner aus vollen Lauf und in solcher akrobatischer Drehung überhaupt zu treffen, feuerte Tibbs Intek-Laser und MG gleichzeitig ab.
Wie erwartet zischte der Laserstrahl harmlos an der Schulter des Gegners vorbei. Die Geschoßgarbe des MG dagegen hämmerte mit Wucht auf die Kanzelabdeckung und Cockpit des Feindmechs ein! Kleine Risse bildeten sich in der splitternden Cockpitpanzerung.


***


Befriedigt registrierte Force Leader Ling den angerichteten Schaden. Fast 2 Tonnen Panzerung hatte seine Breitseite vom CRUSADER geschält. Dessen Gegenwehr war lächerlich schwach ausgefallen. Trotz geschwächter Struktur der Transplexkanzel würde nur der konzentrierte Schadensinput einer schweren Waffe weitere Treffer gefährlich werden lassen, doch über solch eine Waffe verfügte sein Gegner nicht. Alle anderen Treffer konnte sein CATAPHRACT problemlos wegstecken. Also kein Grund sich Sorgen zu machen!


Während der CRUSADER sich in den Wald voraus schlepte, ging sein Blick zu Wissmann und dessen Zweikampf mit dem CENTURION.


***


Steve Woods war kein ängstlicher Mensch. Als Soldat hatte er gelernt mit der Gefahr zu leben und auch den Gedanken an einen möglichen Tod im Cockpit akzeptiert.
Seine Crucis Lancers hatten schon oft unter schwerem Feindfeuer gestanden. Doch was dieser irre Liaopilot gerade im Begriff war zu tun, schockierte und faszinierte Ihn gleichermaßen.
Es widersprach jeglicher etablierter Mechtaktik, mit einem leichteren Fernkampfmech an einen verschanzten, gedeckten und besser bewaffneten Gegner heranzuspringen, sich wortwörtlich direkt vor den Geschützmündungen herabzusenken und zu hoffen, dieses Husarenstück zu überleben.
Es dauerte nur einige Sekunden, entscheidende Sekunden, bis sich der Davionkrieger aus seiner Starre gelöst hatte und alle Waffen auf den VINDICATOR ausrichtete. Doch Sekunden können über Tod und Leben entscheiden, und Waghalsigkeit kann -manchmal- das Zünglein an der Waage sein!


Quälend langsam schwenkte der lange Lauf der Luxor -Autokanone herum, zu langsam.
Woods wußte, es würde nicht reichen. Der massive Fuss des Feindmechs begann sein Sichtfeld auszufüllen, und nicht würde er dagegen tun können.


***


Mit dem Knirschen gepeinigten Metalls kam der CRUSADER zum Stehen.
Nur mit viel Glück und Mühe hatte es Tibbs geschafft seine neue Stellung zu erreichen.
Eine zweite Salve des unbekannten Mechtyps hatte Ihn weitere Panzerung, diesmal an Beinen und Frontpartie gekostet. Doch seine neue Position war die Schäden wert gewesen.
Mit der Rückseite an einen Felsüberhang gelehnt und seitlich durch dichtes Baumwert und riesige Findlinge gedeckt, bot sich den Raketenlafetten seines Mechs freies Schußfeld so weit das Auge reichte. Noch einmal würde es Niemandem gelingen Ihn zu überraschen und von hinten zu erwischen!


Der Liao- Prototyp (?) war nach seiner 2. Salve zurückgewichen und tüftelte sicherlich an einer neuen Kampftaktik. Capellanische Soldaten waren nicht in der Lage sich Aug in Aug einem richtigen Krieger zu stellen! Sie waren geschickt und listig, gewiß, aber mehr auch nicht!


Als der Sergeant den Kopf hob, um zu schauen, wie gut Woods mit dem VINDICATOR fertig wurde, verpufften seine Gedanken wie ein laues Lüftchen.
Eine eiskalte Leere breitete sich in Ihm aus. Hoch über dem CENTURION seines Lanzenkamerades ragte die 45 Tonnen der Feindmaschine auf, und der rechte Fuß hob sich zum tödlichen Tritt.
Verzweifelt schickte Woods alle geladenen Raketen auf die Reise. 42 Sprengköpfe rasten auf den VINDICATOR zu, überbrückten hunterte Meter in Augenblicken…zu spät?


***


Wissmann fühlte sich völlig ruhig und gelöst. Wie stets fiel seine sonst so typische Hektik, seine Nervosität von Ihm ab, wenn er tun konnte, wozu er sich berufen fühlte.
Seine Aktionen hatten den feindlichen Mechkrieger mehr als irritiert, sie hatten Ihn schier gelähmt. Die Lafettenabdeckungen  des CENTURION waren geschlossen, und Langstreckenprojektile hätten seinem Feind sowieso nichts mehr genützt. Die gefürchtete Luxor -Kanone schwenkte zu Ihm, drohend, aber bei weitem nicht schnell genug.
Während er mit dem linken Mechfuß festen Stand suchte, suchte sein Blick den des Feindes. Als das Begreifen in die Augen seines Gegenübers trat, senkte er den Fuß aufs Feindcockpit.


BAMM!!! Eine Riesenfaust hob nicht nur den Fuß des VINDICATOR’s sondern den ganzen Mech an und schleuderte die Maschine rücklings zu Boden.
Verständnislos schaute Wissmann auf die vielen erlöschenden Statuslämpchen, die Ihm Panzerungsschäden auf seiner ganzen Frontpartie zeigten. Doch die vielen Krater und Durchschläge verblaßten gegen die internen Beschädigungen: Reaktorabschirmung beschädigt, Sprungdüse ausgefallen, Wärmetauscher vernichtet.
Langsam dämmerte dem Lance Sergeant, was passiert war. Der CRUSADER!
Zulange hatte er sich dem Moment hingegeben, den vermeintlichen Triumph genossen und eine der wichtigsten Regeln der Mechkriegsführung vergessen:
„Ein unbeweglicher, deckungsloser Battlemech ist ein toter Battlemech!“


***


Ähnlich irritiert sah Woods die Explosionen über sich aufblühen und den VINDICATOR nach hinten kippen. Eben noch hatte er seinem Mörder ins Auge geschaut, letzte Gedanken an Bruder und Schwester waren durch seine Gedanken gezogen. Und jetzt…gerettet.


„Woods, hier Bravo Leader. Verdammt, machen Sie endlich, daß Sie von da wegkommen! Begeben Sie sich zu meiner Position, solange Ihr spezieller Freudn noch auf dem Rücken liegt.“
„Verstanden Sarge.“ Woods blinzelte die Tränen der Erleichterung weg. „Und Sarge? Danke.“


Behutsam befreite sich der CENTURION aus dem Walddickicht und zog sich zur Position seines Lanzenführers zurück. Seite an Seite erwarteten die Lancers den Angriff der Grenadier’s.


***


Ling zwang sich zur Ruhe. Wie hatte sich Fu nur so von Ihm abwenden können?
Vor Sekunden noch stand der CRUSADER mit dem Rücken zur Wand, angeschlagen und ängstlich, während der Pilot des CENTURION eben seinem Tod ins Auge sah.


Und jetzt? Die Feindmechs vereint, sein Lanzenkamerad am Boden. Er öffnete einen Kanal:
„Lance Sergeant, melden Sie sich!“ Schweigen. Dann ein Krächzen, kaum erkennbar als die Stimme seines Begleiters.
„Force Leader, hier Wissmann. Meinen VINDICATOR hats schwer erwischt. Ich werd einen Moment brauchen, bevor ich erneut einsatzbereit bin.“
„Wissmann, passen Sie auf. Ich beziehe Stellung im selben Wäldchen, in dem uns die Davy’s erwartet hatten. Ich werde Sie beschäftigt halten, damit Sie zu mir aufschließen können. Gemeinsam können wir Sie immer noch besiegen. Also los Mann, bringen Sie Ihre Maschine in Schwung!“


***


Der dunkelgrüne CATAPHRACT verschwand zwischen den dichten Bäumen wie ein Waldschrat. Sein kurzes Auftauchen war stets begleitet von akuratem Waffenfeuer, welches allzuoft gehärtete Panzerplatten von Ihren Maschinen riss.
Tibbs wartetet vergeblich auf den satten Summton der Zielerfassung.
Mehrere Raketensalven hatte er bereits auf den verdammten Schemen abgefeuert…allein vergeblich. Auch die Luxor 3R Lafette Wittmanns war nicht in der Lage den Gegner zu bekämpfen. So ging das nicht weiter! Die Munitionspacks schwanden zusehends, und während Sie auf den feigen Liao schossen ohne zu treffen, nutzte dieser die Zeit um Ihre Mechs Platte für Platte zu zerstören.


„Bravo Two, hier Bravo Leader. Wenn wir so weitermachen sind wir unsere Mechs in einigen Minuten leergeschossen und schrottreif. Falls der VINDICATOR nochmal ins Spiel eingreifen kann, wird sich unsere Situation nur noch verschlimmern. Wenn wir näher rangehen bieten wir nur noch bessere Ziele. Helfen Sie mir auf die Sprünge Woods, was können wir tun?“
„Nun Sarge, ich hätte da eine Idee…“
„Raus damit, uns läuft die Zeit davon!“
„Mit unseren Raketen bekommen wir den Hundesohn nie klein. Die Kleinwaffen taugen dafür ebenso wenig. Aber wenn Sie mir die Zeit für einen sauberen Schuß verschaffen, sagen wir 10 Sekunden in denen er sich nicht bewegt, dann wird meine gute alte Luxor-D Ihn genau dort treffen, wo sie wollen.“
„Sie sollen Ihre Sekunden haben Woods. Zielen Sie genau auf sein Cockpit und Ich bete zu Gott, daß Ihr Schuß sitzt. Eine zweite solche Gelegenheit werden Sie nicht bekommen!“


***


Ling genoß den Kampf. Fast instinktiv wich er den Schwärmen an Sprengköpfen aus, und schaffte es leicht stets einen der meterdicken Baumstämme zwischen sich und das Feindfeuer zu bringen. Die Nachladezeit der Lafetten nutzte er um abwechselnd schnelle Schüsse mit PPK und schwerer Autokanone anzubringen. Bis Wissmann bei Ihm war, würden die Davy’s Ihre Munition fast verbraucht haben und einem gemeinsamen Angriff kaum noch entgegnen können.


Dann geschah etwas Seltsames. Der CRUSADER verließ seine sichere Stellung, trat ins Freie und stellte sich Ihm frontal entgegen. Der kleinere CENTURION folgte fast schüchtern im Schatten des 65 Tonners.
Gleichzeitig erwachte sein Funkgerät zum Leben.
„Force Leader, hier Wissmann. Alles klar soweit, nur wird mein Mech nicht mehr zu Ihnen runterklettern können. Daher nehme ich den direkten Weg und springe in 10 Sekunden direkt neben Sie. Geben Sie mir Deckung bis zur Landung.“


„Bei den neun Höllen!“ zum ersten Mal verließ Ling seine Ruhe. Wenn Wissmann jetzt sprang würden Ihn die Davionmechs noch in der Luft zerreißen. Er mußte Ihnen ein anderes schmackhafteres Ziel bieten. Entschlossen seinen Kameraden zu schützen, verließ auch der CATAPHRACT die Sicherheit des Waldes.

 



***


Déjà-vu. Noch einmal an diesem Tag betrat ein Liaomech die Szenerie und noch einmal wartete Steve „Eagle Eye“ Woods auf den perfekten Moment, geduldig, selbst- und zielsicher.
Hinter dem Liaomech tauchte auf gleißenden Plasmaströmen schwebend der angeschlagene VINDICATOR auf, doch Woods ließ sich nicht ablenken. In diesem Moment gab es nur Ihn, den Jäger und die Beute. Um hier und heute zu siegen, zu überleben würde nichts weniger, als der perfekter Schuß nötig sein. Sehr sehr sorgfältig richtete er seine geliebte Autokanone auf das Ziel aus.


Das rote Fadenkreuz ruhte genau auf der einzigen, winzigen Bresche im Mechpanzer, dem Schwachpunkt jedes Mechs, seinem Cockpit. Woods fühlte den Druckpunkt des Auslösers und zog durch.


***


Nur 150 Meter trennten die Kontrahenten voneinander. Wie in einem der alten Westernduelle standen sich die kampfgezeichneten Stahlkolosse gegenüber.
Der CRUSADER öffnete die Lafettenabdeckungen und Reihen scharfer Sprengköpfe glänzten in der Mittagssonne.
Der CENTURION hob bedächtig die schwere 100mm Autokanone.
Der CATAPHRACT richtete alle Frontwaffen auf nur ein Ziel aus.


***


Für einen kurzen Augenblick beherschte atemlose Stille die Szene, nur unterbrochen vom Fauchen der Sprungdüsen. Dann brach die Hölle los.


***


30 Langstreckenrakten verließen Ihre Abschoßrohre, bohrten sich durchs Himmelblau und direkt in den rechten Arm des VINDICATOR.
Zehn 100mm Sprenggeschosse verbanden sich wie ein Strahl silbern gleißenden Wassers mit dem Transplex des CATAPHRACT.
Rubinrote Laserstrahlen, blau knisternde Partikelstrahlen und panzerbrechende Granaten nahmen dem CENTURION jeglichen Schutz des linken Torsos, löschten Stützstreben aus und trafen zuletzt auf im Munitionslager auf dahindämmernde Reihen scharfer Raketen.


***


In einer spektakulären Zurschaustellung der Vernichtungskraft moderner Schlachtfeldtechnologie hauchten 3 Krieger Ihr Leben aus, brachen 3 Battlemechs wie von Schnüren gekappte Marionetten zusammen und endete das Gefecht mit einem Paukenschlag.


Wood’s CENTURION existierte oberhalb der Knien nicht mehr.
Der VINDICATOR hatte sich noch in der Luft in Einzelteile aufgelöst, abgerissene Gliedmaßen und große Stahlbrocken bedeckten den Boden rund um den Einschlagpunkt des Torso.
Der Liao -Prototyp stand völlig unbeeindruckt inmitten der Zerstörung, ohne Lackkratzer, ohne Panzerschäden…und ohne Cockpit. Wo sich einst die Steuerzentrale der Maschine, sein Kopf und der Pilot befunden hatten, gähnte ein ausgefranstes rauchendes Loch.


***


Die Schlacht war geschlagen, der Sieg erreicht, er hatte überlebt.

Doch zu welchem wahnwitzigen Preis?
Müde und ausgelaugt wendete Richard Tibbs, Sergeant, Crucis Lancers, den zerschlagenen CRUSADER vom Feld des Todes ab. Nach Hause.


***


Als sich die Dunkelheit herabsenkte, kehrte für wenige Stunden Idylle ein. Vögel und kleines Getier nahm sich der neuen seltsamen Felsen an.
Sanftes Licht verkündete den Tagesanbruch. Wärmende Sonnenstrahlen wandelten den Tau der Nacht zu dunstigem Nebel. Vogelzwitschern erfüllte die Luft, Vogelzwitschern und ein Fauchen…

 

***

 

 

***

 

 

Teil 1 des Artikels findet Ihr übrigends hier,

und Teil 2 an dieser Stelle.


Über Kommentare würde ich mich ganz besonders freuen 😉

 

Autor: xamos Zum Anfang des Artikels

  • verfolgt das Tabletophobby ( mit Pausen ) seit 1991
  • ist in der IT-Branche tätig
  • spielt Battletech, Warmachine, Dystopian Wars und einige "Nekrotechgames"
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Kommentar (1)Kommentar schreiben

  1. thk-design
    21:37 Uhr am Sonntag,
    29 Mai 2011

    Da muss ich ja mal ein großes Lob an den Verfasser richten. Aus einem Spiel so eine Bilderreiche Geschichte zu stricken ist mächtig gewaltig. Das Schreiben liegt dir, so wie mir das Malen.
    Auf dem rechten Bild ist übrigens die doppel Sechs, welche den Cockpittreffer gebracht hat. Muhaha
    unverschämtes Glück siegt über taktische Kriegsführung.

    Bin gespannt was die anderen Leser dazu sagen.

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